Derbysieg zum Abschluss der Hauptrunde- Der Spielbericht zum 20. Spieltag

Derbysieger, Derbysieger, hey, hey – schallte es noch lange durch die Eishalle von Bergkamen. Die Eisadler hatten das Duell mit den Grizzlys auch in der Höhe verdient mit 10:3 für sich entschieden und die mitgereisten rund 250 EAD Fans feierten diesen Sieg ausgiebig. Die Vorfreude auf die nun anstehenden Playoffs war allgegenwärtig.

Als die Spieler vor dem Spiel zum Aufwärmen auf das Eis kamen, war die Heimspielatmosphäre sofort da und man spürte auch, dass die Mannschaft und deren Anhang den erreichten dritten Platz nicht mehr hergeben wollten. Colin Long spendierte gut gelaunt dem jüngsten Eisadler Fan Pepe einen Puck und der ein oder andere ehemalige EAD Spieler wurde kurz begrüßt. Das war es dann auch schon mit den Freundlichkeiten. Denn in den nunmehr anstehenden nächsten 60 Minuten kam es auf dem Eis immer wieder zu kleinen Nickeligkeiten.

Das Spiel war gerade einmal 25 Sekunden alt, als ein Bergkamener unbedrängt den Puck über das Tor der Dortmunder drosch. Die Antwort der Eisadler folgte prompt und es war wieder einmal Konsta Jaakola, der als erster sofort die Betriebstemperatur erreicht hatte und nach gerade einmal 39 gespielten Sekunden den Puck im gegnerischen Gehäuse einnetzte.

In der 7. Minute erhöhte Tobias Schmitz mit einem verdeckten Schuss aus der Distanz auf 2:0. Und in der 10. Minute war es dann Tim Brazda, der mit seinem ersten Treffer im Eisadler Trikot sehenswert zum 3:0 traf. Colin Long hatte ihn mit einem direkten Pass freigespielt, Tim nahm die Scheibe mit dem Rücken zum Tor stehend von der blauen Linie aus an, drehte sich blitzschnell, lief dann freistehend auf das Tor zu und versenke den Puck im oberen Knick. Weltklasse! An dieser Stelle sei bereits gesagt, dass Tim Brazda eine überragende Partie spielte. Das war sein Tag! Denn immer wieder ergriff er die Spielinitiative und ging auch ansonsten keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Er war richtig „on fire“. So auch in der 12. Minute, als es auf dem Eis ruppiger wurde und der Schiedsrichter Aaron Krebietzke mit einer 2 plus 2 und Tim Brazda mit einer 2 Minuten Strafe auf die Strafbank schickte. Auf der anderen Seite traf es einen Bergkamener mit einer 2-minütigen Strafe. Vorausgegangen waren Attacken der Grizzlys, die der schwache Spielleiter auch in dieser Szene nicht richtig ahndete. Das anschließende Unterzahlspiel überstanden die Dortmunder, auch Dank Goalie Christoph Oster, ohne Gegentreffer. Kurz vor Schluss des ersten Drittels hatte Tobias Schmitz zunächst eine gute Torchance, bevor er anschließend hinten noch einmal den eigenen Kasten erfolgreich verteidigte. 

Das zweite Drittel begann zunächst verhalten, bis in der 37. Minute Kevin Trapp den Puck über den am Boden liegenden Grizzly Goalie im gegnerischen Tor zum 4:0 versenkte. Und spätestens in der 32. Minute, als Ben Busch eine Slapstickeinlage der Bergkamener Verteidigung zum 5:0 ausnutzte, war die Partystimmung unter den EAD Anhängern auf der Tribüne in der Dauerschleife. Kurz danach lief Ben Busch wieder auf das Bergkamener Tor zu, wurde jedoch von einem Gegenspieler am Hals umgerissen und aus dieser Aktion heraus kam Bergkamen zu einem Konter, den sie zum 1:5 abschlossen. In diesem Moment dachte man auf der Dortmunder Seite an Dinge wie: Tomaten, Blindenhund oder Sehhilfen.

Dortmund antwortete jedoch auf spielerische Art und Weise und 4 Sekunden vor dem Ertönen der Pausensirene erhöhte Marvin Cohut auf 6:1.

Das letzte Drittel war gerade einmal 5 Minuten gespielt, da erfasste Tim Brazda gedankenschnell die Situation, als Bergkamen einen schlechten Wechsel durchführte, und bediente Colin Long mit einem herrlichen Pass. Dieser veredelte diesen Spielzug zum 7:1. In der 50. Minute half dann die Schiedsrichterassistentin dem Spielleiter und der schickte einen Bergkamener für 2 Minuten auf die Strafbank. Das anschließende Überzahlspiel nutze Maik Klingsporn dann mit einem schönen Schlagschuss aus, um auch sein erstes Tor für die Eisadler zu erzielen – 8:1 (52.). Anschließend holte er sich dann noch den Glückwunsch von Goalie und Freund Christoph Oster persönlich ab. Jetzt hallte es „nur noch zwei“ durch die Halle und kurz danach ergaben sich auch hierzu Chancen für die Eisadler. Insbesondere Tim Brazda rauschte wie das heiße Messer durch die Butter durch die gegnerische Abwehrreihe. Das passte den Grizzlys überhaupt nicht und daraus ergab sich eine Rangelei, die für Tim und zwei Bergkamener für jeweils 2 Minuten auf der Strafbank endete (54). In der 57. Minute erzielten die Grizzlys das 2:8, als Torwart Christoph Oster von einem Gegenspieler gegen das Tor gedrängt wurde. Der EAD Goalie war durch diese Fehlentscheidung so aufgebracht, dass er keine Minute später unkonzentriert das dritte Gegentor kassierte (3:8 – 58.). Aber da war ja noch die Aufforderung der EAD Fans, die 10 Tore an diesem Tag voll zu machen. Und weil es so einschöner Tag war und die Bergkamener noch zweimal auf der Strafbank Platz nehmen mussten, erhöhten in der Schlussminute Corvin Rosenthal (9:3) und der andere Teil der „Helsinki-Connection“, Tommi Laakso, auf 10:3. Dann war „finnisch“.

Lange nach dem Spiel konnte man draußen noch „Derbysieger“ hören und die Fans waren in bester Laune und Vorfreude auf die Playoffs. Hier heißt es am Karnevals-SAMSTAG (14.02.26 um 19:00 Uhr) im Eisstadion an der Strobelallee gegen die Kobras aus Dinslaken

„It´s Playoff Time - let´s get ready to RUMBLE!“

Spieledaten Grizzlys Bergkamen – Dortmunder Eisadler 3:10

Torfolge: 00:39 0:1 EAD Jaakola, 06:46 0:2 EAD Schmitz, 09:59 0:3 EAD Brazda, 26:35 0:4 EAD Trapp, 31:46 0:5 EAD Busch, 37:41 1:5 BKM Vesely, 39:57 1:6 EAD Cohut, 44:27 1:7 EAD Long, 51:32 1:8 EAD Klingsporn, 56:53 2:8, BKM Krasnikov, 57:32 3:8 BKM Vesely, 59:25 3:9 EAD Rosenthal, 59:52 3:10 EAD Laakso

Zuschauer. 405 Strafminuten: Bergkamen: 14 Minuten Dortmund: 8 Minuten

Kader EAD:
Tor: #1 Oster, #33 Brunnert -Verteidigung: #19 Krebietke, #32 Schmitz, #70 Ortwein, #77 Bergstermann, #80 Klingsporn, #94 Cohut – Sturm: #13 Long, #14 Busch, #17 Rosenthal, #41Trapp, #60 Brazda, #63 Laakso, #75 Jaakola, #88 Panov, #91 Polter

Trainer: Jeff Job

Nicht einsatzfähig: Thau, Kronhardt, Poberitz, Füchjohann, Lichnovsky, Dreschmann, Lauer

 

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