Vor den erneut wieder gefüllten Zuschauerrängen empfingen die Eisadler zum letzten Heimspiel, bevor es am Sontag abschließend zu den Grizzlys aus Bergkamen geht, die Wiehler Penguins – aktuell 8. in der Tabelle. Das Hinspiel hatte der EAD mit 11:0 für sich entschieden.
Die Stimmung war wie immer prächtig und die Hoffnung, nach diesem Spieltag auf den dritten Tabellenplatz vorzurücken, war groß, da der Konkurrent Dietz-Limburg beim ungeschlagenen Tabellenführer Essen antreten musste.
Im Dortmunder Kader standen auch die aus Ratingen neu verpflichteten Spieler Tim Brazda und Maik Klingsporn. Brazda stand auch direkt in der Starting Six und zeigte auch schon bei seiner ersten Spielszene, wie schnell und wendig er auf den Kufen ist. Seine Spielintelligenz kam während der Partie immer wieder auf und er wird mit seiner Erfahrung in den Playoffs der Mannschaft noch einen zusätzlichen Schub geben.
Der Rauch der Wunderkerzen war noch nicht aus dem Eisstadion an der Strobelallee abgezogen, da zappelte zum ersten Mal der Puck im Wiehler Kasten. Nach 58 Sekunden hatte Konsta Jaakola, dessen Eltern aus Finnland angereist waren – wir sagen an dieser Stelle „Tervetuloa“ – getroffen.
Aber Wiehl versteckte sich trotz des frühen Rückstands nicht und hatte in der 3. Minute eine gute Einschussmöglichkeit, die EAD Goalie Christoph Oster mit einer starken Reaktion zunichte machte. Danach schnürten die Eisadler die Pinguine in ihrem Drittel ein und hielten das Tempo hoch, aber Wiehl verteidigte mit großem Einsatz und Geschick. Colin Long hatte in der 14. Minute den zweiten Treffer auf dem Schläger, aber das Schussglück hatte sich noch nicht eingestellt. Kurz danach kam leichter Jubel auf. Die Kunde, dass Essen gegen Dietz-Limburg in Führung gegangen war und Dortmund zu diesem Zeitpunkt auf dem für die Playoffs wichtigen dritten Platz stand, verbreitete sich schnell auf den Rängen. Kurz d danach fiel das 2:0 (17.Min) für Dortmund durch Marlon Polter – es war der 100. Ligatreffer für die Eisadler in der laufenden Saison. Kurz danach war für einen Moment die EAD Abwehr ungeordnet und Goalie Oster verhinderte erneut mit einer starken Parade einen Gegentreffer. Direkt im Gegenangriff fiel dann durch Ben Busch das 3:0 (18.Min). 30 Sekunden vor Schluss des ersten Drittels gab es dann die erste von insgesamt drei Zeitstrafen der durchweg fairen Partie. Ein Pinguin musste für 2 Minuten auf die Strafbank.
Mit 3:0 ging es dann unter dem Beifall der Fans in die erste Drittelpause, aus der die Eisadler früh und motiviert zurück aus der Kabine kamen. Man spürte direkt: die Jungs haben heute richtig Bock. Zwischenzeitlich stand es 1:1 in Essen. Dortmund baute sofort wieder Druck auf und erzielte dann in der 22. Minute folgerichtig in Überzahl durch einen Schlagschuss von Tim Dreschmann das 4:0. Eine Minute später machte es wieder „holta die polta“ im Kasten von Wiehl. Marlon Polter machte seinen zweiten Treffer. In der 25. Und 29. Minute traf dann der finnische Stürmer Tommi Laakso mit einem Doppelschlag und erhöhte somit die Stimmung auf den Rängen. Zwischendurch gab es ein Schreckmoment, als in der 27. Minute zwei Eisadler auf Höhe der Mittellinie zusammenkrachten. Zum Glück aber ohne größere Blessuren. In der 33. Minute dann ein schöner Schlagschuss von Neuzugang Maik Klingsporn, der leider nur die Latte des Gehäuses der Wiehler traf. Kevin Trapp erhöhte in der 38. Minute schließlich auf 8:0. Das war dann auch der Pausenstand nach dem zweiten Drittel, in dem die Dortmunder noch einmal das Tempo erhöht hatten. Die Tore fielen daher zwangsläufig., da die Wiehler, die zwischenzeitlich den Torwart gewechselt hatten, diesem Druck nicht standhalten konnten. Danach die Kunde aus Essen: 2:1 für die Eagles gegen Dietz-Limburg.
Das steigerte noch einmal kräftig die ohnehin gute Stimmung im Eisstadion. Auf der Gegenseite waren inzwischen die Fans aus Wiehl verstummt, die mit einer Vuvuzela einen Hauch von südafrikanischem Flair ins Stadion brachten.
In der Pause gab es dann auf der Herrentoilette folgenden Dialog zwischen zwei Dortmunder Fans: Fan XY: „Ey, geiles Spiel – watt sachze?“ Fan JS: „So ein Mist. 8 Tore und ich habe nicht eins gesehen – war immer Bier holen.“
Im dritten Drittel war Fan JS dann vermutlich erst in der 59. Minute wieder Bier holen, denn da fiel das 9:0 durch Kapitän und Rekordspieler Malte Bergstermann. Vorher gab es eine Menge von Tormöglichkeiten, aber das bekannte Thema Schussglück verhinderte eine höhere Führung. Maik Klingsporn hatte in der 45. Minute noch den Ehrentreffer der Pinguine verhindert, als er mit all seiner Routine den auf das Tor von Christoph Oster laufenden Wiehler abdrängte. In der letzten Minute forderten die Fans noch den 10. Treffer. Doch den konnten die aufopfernd kämpfenden Wiehler verhindern. So endete die Partie mit 9:0 für Dortmund und man war gespannt auf das Ergebnis der noch laufenden Partie in Essen.
Die „Nachspielzeit“:
Nach dem Spiel stimmten Fans und Eisadler Spieler gemeinsam stimmungsvoll und ausgelassen die HUMBA an. Goalie Christoph Oster war bester Laune und kam noch einmal auf das Eis zurück, um mit den Fans den Sieg zu feiern und Marvin Cohut schickte die beiden Maskottchen Horst und Kim, die auf einem Kissen saßen, mit Schwung in die Bande.
Währenddessen tigerte Eisadler Präsident Stefan Witte nervös durch die Adler-Lounge und blickte immer wieder auf den Bildschirm, auf dem die Partie von Essen gegen Dietz-Limburg lief. Dort stand es kurz vor Schluss 3:3. Als dann der Siegtreffer für Essen fiel und somit Dortmund wieder auf Platz 3 stand, kannte die Freude kaum Grenzen. Es war aus EAD Sicht ein perfekter Spieltag, der jetzt noch mit einem Sieg am Sonntag (08.02.26, 18:30 Uhr) in Bergkamen bei den Grizzlys veredelt werden muss, bevor es dann in die Playoffs geht. Die Eisadler hoffen auf die zahlreiche Unterstützung ihrer Fans, damit die Begegnung zu einem Heimspiel wird.
Simmen zum Spiel:
Matthias Potthoff (sportlicher Leiter): „Es war eine intensive Woche mit den beiden Neuverpflichtungen aus Ratingen. Wir haben durch die Transfers an Qualität zugenommen und das konnte man heute schon in der Partie gegen Wiehl sehen. Leider belohnt sich die Mannschaft nicht mit der Anzahl der Tore für ihren Einsatz. Da müssen wir uns noch steigern.“
Jeff Job (Trainer): „Wir haben gegenüber den vorherigen Partien noch einmal an Dynamik zugelegt. Jedoch müssen wir dieses Tempo und die Konzentration über die gesamte Spieldauer hochhalten, um auch in den Spielen gegen hochkarätigere Mannschaften erfolgreich zu sein. Insgesamt ist die Mannschaft weiterhin auf einem guten Weg.“
Malte Bergstermann (Kapitän): „Konsta Jaakola war heute besonders motiviert, da seine Eltern aus Finnland zu Besuch waren. Er hat eine starke Partie gezeigt und das freut mich. Wiehl war ein unangenehmer Gegner, da sie später auf Manndeckung umgestellt haben. Das ist eher untypisch. Gegen Bergkamen wird es eine harte Nuss, da sich dort insbesondere die Ex-Eisadler immer voll reinhängen.“
Vorschau:
Am Sonntag wie erwähnt in Bergkamen und ab SAMSTAG (14.02.26 – 19:00 Uhr) heißt es dann:
„It´s Playoff Time - let´s get ready to RUMBLE!“
Der Gegner im Viertelfinale wird dann die Kobras aus Dinslaken (aktuell auf Tabellenplatz 6) sein.
Torfolge:
00:58 1:0 EAD Jaakola
16:11 2:0 EAD Polter
17:54 3-0 EAD Busch
21:02 4-0 EAD Dreschman
22:30 5:0 EAD Polter
24:04 6:0 EAD Laakso
28:18 7:0 EAD Laakso
37:10 8:0 EAD Trapp
57:59 9:0 EAD Bergstermann
Strafminuten:
EAD 0 Minuten Wiehl: 6 Minuten
Kader EAD:
Tor: #1 Oster, #33 Brunnert -Verteidigung: #12 Lauer, #19 Krebietke, #32 Schmitz, #67 Dreschmann, #70 Ortwein, #80 Klingsporn, #94 Cohut – Sturm: #13 Long, #14 Busch, #17 Rosenthal, #41 Trapp, #60 Brazda, #63 Laakso, #75 Jaakola #77 Bergstermann, #80 Jaakola, #88 Panov, #91 Polter
Trainer: Jeff Job
Nicht einsatzfähig: Thau, Kronhardt, Poberitz Füchjohann, Lichnovsky
Jörg Rommersbach