Hitziger Playoff- Auftakt an der Strobelallee- Der Spielbericht zum ersten Spiel der Viertelfinal- Playoff- Serie gegen Dinslaken

IT’S PLAYOFF TIME! – Flammenwerfer. Fahnen. Trommeln. Der offizielle Start der Viertelfinal-Playoff-Serie im heimischen Eisstadion. Vor 1477 Zuschauern empfingen die Eisadler zum ersten Playoff-Spiel des Viertelfinales die Dinslakener Kobras im Eisstadion an der Strobelallee. 
 
Direkt zwei neue Gesichter komplettieren noch vor Start der Playoffs den Eisadler-Kader. Gemeinsam verstärken der kanadische Top-Scorer Nolan Gardiner und der US-amerikanische Stürmer Scott Moyer den Kader. Moyer reihte sich direkt in die Starting Six ein und auch Gardiner feierte heute schon sein Debüt im Eisadler-Trikot. 
 
Schon weit vor Spielbeginn beim WarmUp war klar: Nicht nur die Mannschaft, sondern auch die Dortmunder EAD-Fans sind trotz eisigen Temperaturen bereit für einen hitzigen Playoff-Auftakt. Ein Feuerspektakel beim Einlauf der Mannschaften ließen nicht nur die Augen der kleinen, sondern auch der großen Zuschauer erleuchten und tauchten das Eisstadion in stimmungsvolles Orange.
 
Und dann ging es los. Bereits in der Anfangsphase war zu spüren, dass beide Mannschaften das Momentum für sich nutzen wollten – hier und heute wird sich definitiv nichts geschenkt! 
 
Das wird spätestens in Spielminute 8 klar, nachdem die erste große Torchance der Kobras ungenutzt blieb, folgte auch prompt das erste Foul, Bandencheck gegen Lichnovsky (EAD) durch Mensch (DIN). Powerplay für den EAD. Doch die Überzahl blieb ungenutzt. Mehrfach wurde sich im Aufbau neu sortiert.
 
Und dann war er endlich da, der Moment: Laasko spielt auf Brazda. Brazda auf Moyer. Moyer verwandelt die Vorlage ins 1:0! Das Horn ertönte, die Eisadler-Hymne hallte durch die Eishalle – 1:0! Die Strobelallee bebte.
 
Die Antwort der Kobras ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur wenig später fiel der Ausgleich. Zwei Abseitsstellungen verlangsamten zunächst den Spiel-Rhythmus, doch in den letzten fünf Minuten des Drittels erhöhten die Eisadler den Druck. 3:36 vor der Sirene war es Lichnovsky, der mit schnellem Abschluss vor dem Tor auf 2:1 stellte (Vorlage durch Ortwein und Trapp). Das steigerte die Stimmung. Euphorische Fangesänge brandeten erneut auf.
 
Kurz vor Drittelende dann noch eine Strafe gegen Dortmund (Crosscheck durch Dreschmann, 2 Minuten). Die Kobras drückten im Powerplay, doch Oster und die Defensive verteidigten stark.
 
Playoffs bedeuten Widerstand. Die Dinslakener erhöhten die Intensität, spielten aggressiv und suchten die Konter. In dieser Phase zeigte sich einmal mehr, wie wertvoll ein sicherer Rückhalt im Tor ist. Mit starkem Stellungsspiel hielt der EAD-Goalie Oster die knappe Führung und damit ging es erstmal in eine Verschnaufpause. 
 
Wer dachte, dass die Intensität des ersten Drittels nicht gehalten werden kann, der lag aber komplett daneben. Nach nicht mal 2 Minutens des zweiten Drittels schallt ein „Gibt’s doch gar nicht…“ durch das Eisstadion, womit die Kobras auf ein 2:2 aufziehen. Doch die Eisadler antworten spielerisch. Brazda verwandelt die Vorlage von Schmitz – Toooooor! 3:2 für die Eisadler. Es ist eine Playoff-Hockeynight, wie man es sich wünscht. 
 
Und dann schienen die Eisadler Blut geleckt zu haben. Kurz darauf folgt schon das 4:2 durch die Spieler-Kombi des Abends: Laasko erzielt das Tor nach der Vorlage von Brazda und Moyer.
 
Die Hälfte des zweiten Drittels prägte ein unermüdliches Schussgewitter auf das gegnerische Tor, das leider stark verteidigt wurde. Dann eine strittige Szene: Brazda wurde ohne ersichtlichen Grund zu Boden gebracht, 2 Minuten Strafe wegen Crosscheck Dinslaken. Das Powerplay blieb erneut leider ungenutzt. Und wie es im Playoff-Hockey so oft ist: Kurz vor Drittelende trafen die Kobras zum 4:3.
 
Das Schlussdrittel war ein Fest fürs Zuschauerherz und Kampf zu gleich. Im wahrsten Sinne. „Killing in the name of“ dröhnte aus den Lautsprechern – passender hätte die Musikauswahl kaum sein können. Die Partie wurde noch körperlicher. Petrozza (DIN) und Trapp (EAD) kassierten jeweils 2 Minuten wegen übertriebener Härte. Zwei gebrochene Schläger, hitzige Zweikämpfe, es wird sich nichts geschenkt. Wir sind definitiv in den Playoffs angekommen. Und auch die Fans sind unermüdlich. Die Fangesänge reißen nicht ab und sorgen für die Stimmung, die wir aus der Strobelallee kennen und lieben.
 
Die Kobras machten in der Schlussphase ordentlich Druck, Oster hielt mehrfach stark – unter anderem drei Chancen in kurzer Folge. 
 
Der Krimi des heutigen Abends ging jedoch weiter. 2:34 sind noch auf der Uhr und da entscheidet sich Kobras-Trainer Piotrowski ohne Goalie in die letzten Spielminuten zu gehen. Und da ist es: Das 5:3 für den EAD Laasko (Vorlage durch Brazda) ins leere Tor. Die Halle explodierte. Kurz darauf noch einmal Unterbrechung – Rettungskräfte zum zweiten Mal im Einsatz, dazu eine weitere Strafe gegen Dortmund.
 
Am Ende blieb es dabei: Die Eisadler sichern sich Spiel 1 der Serie mit 5:3.
 
Der erste Schritt für ein siegreiches Viertelfinale ist gemacht. Aber eines hat dieser Abend gezeigt: Die Eisadler sind bereit auch Spiel 2 im Best-Of-5 für sich zu entscheiden.
 
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Simmen zum Spiel:
 
Matthias Potthoff (sportlicher Leiter):
 
Also es war das erwartet schwere Spiel. Vor allem Dinslaken ist ein unangenehmer Gegner. Die haben viele sehr schnelle junge Spieler und haben uns das Leben brutal schwer gemacht. Wir hatten neue Reihen zusammengestellt vor Beginn des Spiels, um für die Playoffs ready zu sein und im Endeffekt merkte man das heute ein bisschen. Im zweiten Drittel hätten wir definitiv eine höhere Führung verdient gehabt als das 4:3. Aber im Endeffekt ist es auch gut so in die Playoff und Tanns ein enges kampfbetontes Spiel zu haben und dann am Ende der ein EmptyNet-Tor 5:3 zu gewinnen - weil das bringt die Mannschaft genau auf Linie für die kommenden Spiele. Und es wird weiter eine harte Serie.  
 
Beide Neuzugänge haben sich gut eingefügt und ihre Sache als Center gut gemacht. Haben ganz häufig den defensiven Part in ihrer Reihe gespielt, waren torgefährlich, beide haben gepunktet, daher bin ich sehr zufrieden. 
 
 
 
Jeff Job (Trainer):
 
Wir hatten anfangs ein bisschen Schwierigkeiten den Puck rauszubringen durch das aggressive Spiel der Dinslakener. Nach den ersten Toren hatten wir das Spiel unter Kontrolle. Mussten aber ein paar Dummheiten einbüßen. Am Ende haben wir dann das EmtpyNet-Tor gemacht. Sieg ist Sieg. Es war zwar nicht der beste Weg dahin, aber wir sind glücklich, dass wir jetzt den ersten Sieg geholt haben.
 
Nun geht es darum schnell Kraft zu tanken, damit wir morgen das gleiche Lauftempo halten können und den zweiten Sieg morgen zu holen 
 
Malte Bergstermann (Kapitän):
 
Es war das erwartet schwere Auftaktspiel. Dinslaken hat alles reingeworfen. Leider hatten wir heute noch ein paar Abstimmungsprobleme in den zum Teil neu formierten Reihen. 
 
Wir werden morgen in Dinslaken stabiler auftreten und den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Halbfinale machen.
 
 
 
Vorschau: 
 
Schon HEUTE am Sonntag den 15.02.2026 geht es gegen die Kobras um 19:00h in Dinslaken weiter. 
 
 
 
Torfolge: 
 
12:24 EAD Moyer, 13:11 DIN Orth, 16:24 EAD Lichnovsky, 21:38 DIN Cychowski, 27:26 EAD Brazda, 28:55 EAD Laasko, 38:38 DIN Giannini, 58:22 EAD Laasko
 
 
 
Strafminuten: 
 
EAD: 10 Minuten  
 
Kobras: 8 Minuten 
 
 
 
Kader EAD: 
 
Tor: #1 Oster, #33 Brunnert 
 
Verteidigung: #12 Lauer, #19 Krebietke, #32 Schmitz, #57 Klingsporn, #67 Dreschmann, #70 Ortwein, #77 Bergstermann, #94 Cohut 
 
Sturm: #14 Busch, #16 Kronhardt, #17 Rosenthal, #40 Gardiner, #41 Trapp, #63 Laakso, #65 Brazda, #69 Lichnovsky, #75 Jaakola, #80 Moyer, #88 Panov
 
 
 
Trainer: Jeff Job 
 
 
 
Nicht einsatzfähig: Colin Long
 
 
 
 
 

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