Am Sonntagabend haben die Eisadler Dortmund durch ein 5:1 in der Schlangengrube von Dinslaken das Halbfinale erreicht. Zuvor hatten dies bereits die Eagles aus Essen, die Ratinger Ice Aliens und die Rockets aus Diez-Limburg geschafft. Damit sind die vier Erstplatzierten der Hauptrunde erwartungsgemäß im Halbfinale unter sich. Während Essen (1. der Hauptrunde) gegen Diez-Limbug (4.) spielt, empfangen die Ratinger (2.) den EAD (3.).
Gespielt wird im „Best of Five“-Modus. Wer zuerst drei Siege erzielt, gewinnt die Serie und zieht in die Playoff-Endspiele ein.
In den letzten beiden Jahren hießen die Endspielteilnehmer immer Ratingen und Dortmund. 2024 verloren die Eisadler alle 3 Endspiele gegen die Aliens. Das erste mit 3:5 (A), dann 0:3 (H) und schließlich 2:3 (A). Es waren damals schon packende Spiele mit einem unschönen Ende. Denn auf der abschließenden Meisterfeier in Ratingen wurde eine „Grußbotschaft“ der übelsten Art aufgenommen und an den damaligen Eisadler Trainer, Ralf Hoja, per Whatsapp übersandt. Lediglich der Präsident der Aliens bat nachfolgend beim Dortmunder Präsidium für diese Entgleisung um Entschuldigung.
Ein Jahr später kamen Dortmund und Ratingen erneut in das Playoff-Finale der Regionalliga West. Diesmal jedoch hatte der EAD nach einer starken Spielzeit in der Hauptrunde den ersten Platz erreicht und somit im ersten Spiel das Heimrecht. Dort ging man bereits nach 2 Minuten mit 1:0 in Führung und lag nach gespielten 37 Minuten sogar 3:0, nach 46 Minuten noch 4:2 vorne. Sekunden vor dem Ende der Partie stand es noch 4:3, als es einen Bully vor dem Dortmunder Tor gab und die Aliens in buchstäblich letzter Sekunde den Ausgleich erzielten. Die anschließende Overtime verlief dann ohne Tor und so ging man in das Penaltyschießen, das dann Ratingen für sich entschied.
Der Schock saß tief bei den Dortmundern, sodass 2 Tage später in Ratingen die Partie mit 1:5 verloren ging. Dann das Comeback vor der Rekordkulisse von 3.300 Zuschauern im Eisstadion an der Strobelallee. Die Eisadler drehten im dritten Spiel auf und gingen mit 4:0 in Führung, ehe es Ratingen zu zwei Anschlusstoren schaffte. Und dann folgte eine Partie, die ich in meinem Leben nicht vergessen werde. Eigentlich war man darauf eingestellt, dass Ratingen dort die Finalserie erfolgreich beendet – aber es kam an diesem Tag ganz anders. Nach dem ersten Drittel führte Dortmund mit 4:0 zu null und die mitgereisten Fans rieben sich ungläubig die Augen. Nach Spielende hieß es an diesem Sonntagabend gar 7:1 für die Eisadler. Ausgleich in den Partien – 2:2. Jetzt sollte 5 Tage später die langersehnte Meisterschaft vor heimischer Kulisse klargemacht werden. Was sich in dieser Woche vor dem Spiel dann abgespielt hat, war einfach nur der pure Wahnsinn. Als die letzten Karten im freien Verkauf angeboten wurden, standen hunderte von Fans Schlange – die meisten leider vergeblich.
Und das entscheidende Duell fing gut an. Im restlos ausverkauften Stadion gingen die Eisadler bereits nach 3 Minuten in Führung und die Stimmung im Stadion schwang schon über. Kurz danach aber der Ausgleich und dann ein zweites Drittel, was zum Vergessen war. 1:4 hieß es nach 40 Minuten und zum Schluss dann 2:6. Ratingen hatte seinen Titel erfolgreich verteidigt. Es war ein bitterer Abschluss einer fast perfekten Saison.
In dieser Spielzeit kamen mit Essen und Diez-Limburg zwei Hochkaräter in die Liga. Essen durfte nach der Oberliga-Insolvenz (vorher Moskitos) überrascherderweise unter neuem Namen direkt wieder in der Regionalliga einsteigen. Diez-Limburg, auch mit Oberliga Erfahrung, spielte zuletzt in der belgisch/niederländischen (international) League und wechselte dann in die Regionalliga West.
Essen belegte nach der Hauptrunde souverän den ersten Platz, während Ratingen sich kurz vor Schluss mit einem 3:2 Sieg im Penaltyschießen in Dortmund den zweiten Platz sichern konnte. Dortmund hätte diese Partie in der regulären Spielzeit gewinnen müssen, um noch an den Aliens vorbeizuziehen. Es war eine enge Partie, in der die Eisadler zunächst mit 1:0 in Führung gingen. Danach gab es einen Doppelschlag von Ratingen, bevor Dortmund wieder ausgleichen konnte. Da in der Overtime keine Tore fielen, kam es zum Shootout, mit dem besseren Ende für die Ice Aliens. Das Hinspiel in Ratingen hatten die Eisadler mit 1:5 verloren. Nach 16 Sekunden gingen die Aliens bereits durch einen gewissen Tim Brazda mit 1:0 in Führung.
Eine kleine Petitesse am Rand. Bei den Finalspielen 2025 erkrankte der damalige EAD Trainer und daher stand in den siegreichen Spielen 3 und 4 sein Vertreter an der Bande: Jeff Job. Und nach dem Trainerwechsel in der laufenden Saison saß er auch bei der unglücklichen Niederlage im Penaltyschießen auf der Trainerbank. Nach 60 Minuten stand es 2:2. Die Bilanz von Jeff Job als Trainer gegen die Ratinger Ice Aliens ist also positiv und wir alle sind uns sicher, dass er auch jetzt in der Halbfinalserie wieder einen guten Plan hat, die Eisadler Dortmund erfolgreich ins Finale zu führen.
Mit der fantastischen Unterstützung unserer Fans – auswärts wie auch im heimischen Eisstadion – ist alles möglich. Es werden wieder spannende, intensive und nervenauf-reibende Spiele und es wird sich zeigen, wer den längeren Atem hat und in die Finalrunde der Playoffs einziehen wird.
Das erste Spiel ist am kommenden Freitag, 27.02.2026 um 20:00 Uhr in Ratingen, Stadion Am Sandbach. Die Fanabteilung setzt zu diesem Spiel einen Fan-Bus ein. Tickets hierzu im Eisadler Ticket-Shop. Ansonsten könnt Ihr Euch auch Karten direkt über den Ticket-Shop auf der Seite der Ratinger Ice Aliens besorgen. An der Abendkasse wird es wahrscheinlich auch Karten geben. Lasst uns gemeinsam die Außerirdischen erden und für einen erfolgreichen Start in die Playoffs-Halbfinalserie sorgen.
Das zweite Spiel findet am kommenden Sonntag (01.03.2026) bereits um 17:00 Uhr im Eisstadion an der Strobelallee statt. Karten gibt es im Eisadler Ticket-Shop oder an der Abendkasse, die aufgrund des anzunehmenden Andrangs früher öffnen wird.
Das dritte Spiel findet dann wieder in Ratingen am 06.03.2026 statt. Weitere Infos zu diesem Spiel werden auf den Kanälen der Eisadler erfolgen.
Enden möchte ich diesen Vorbericht mit ein paar Krachern des ehemaligen Kölner-Haie Trainers, Dan Lacroix. „How do you eat an elefant? Bite by bite. In the Playoffs you need a short memory. In den Playoffs geht es um Balance. Man ist nie so schlecht wie man denkt, aber auch nicht so gut“
Und nun: lasset die Spiele beginnen: „It´s Playoff Time - let´s get ready to RUMBLE!“