Die Eisadler Dortmund feierten vor heimischem Publikum am Freitagabend einen deutlichen 12:2-Sieg gegen die Black Tigers Moers. Trotz erheblicher Gegenwehr der Gäste dominierten die Eisadler das Spiel und überzeugten vor allem im Schlussdrittel mit einer starken Chancenverwertung.
Schlechtes Wetter, gute Stimmung: Die Eisadler luden am Freitag zum Heimspiel gegen die Black Tigers Moers. Mit Goalie Brunnert (33) und Neuzugang Alberg (4) in der Starting Six begannen die Eisadler von Beginn an, vor 1.806 Fans das Spiel zu bestimmen. Moers agierte defensiv, ließ Dortmund Platz und stellte den Torraum zu. Die Taktik der Black Tigers schien in den ersten Minuten aufzugehen: Moers mauerte, Dortmund lief an und erarbeitete sich Chance um Chance – fand aber nicht die entscheidende Lücke. Nach einer Strafzeit für Moers fanden die Eisadler bei 14:28 Minuten endlich die Lücke: Rosenthal (17) passte zu Chukarov (13), der wiederum Seto (8) bediente. Dieser schoss den Puck gewohnt präzise am Moerser Goalie vorbei. Knapp drei Minuten später überwand auch Brazda (91) in Dortmunder Unterzahl das Moerser Bollwerk zum 2:0. Und auch der erst seit Mittwoch für Dortmund spielende Alberg traf 20 Sekunden vor der Pause sehenswert. Trainer Colin Long zeigt sich von Alberg begeistert: „Er ist eine great addition für uns und hat eine great attitude.“ Mit 22:2 Torschüssen spricht die Statistik des ersten Drittels eine klare Sprache: Da war aus Dortmunder Sicht mehr drin. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Moers defensiv sehr diszipliniert stand. Long fasst diese Phase des Spiels zusammen: „Moers hat einen spezifischen Spielstil, sie wollten das Spiel verlangsamen. Sie haben das am Anfang gut durchgezogen, aber wir sind dann super durchgebrochen.“
Auch im zweiten Drittel belagerte Dortmund das Moerser Tor und belohnte sich zügig: Chukarov haute nach Vorlage von Kragh einen Blueliner in die Moerser Maschen und erhöhte auf 4:0. Nun folgte eine etwa zehnminütige Phase, in der die Eisadler die Zügel lockerten und die Moerser ihre Chancen witterten – und diese auch nutzte: Zwei schnelle Kontertore nach Dortmunder Fehlern ließen den Vorsprung schrumpfen. Beide Tore hatten sich zuvor nicht wirklich abgezeichnet, stellten aber die Torgefährlichkeit der Tigers unter Beweis. „In dieser Phase waren wir etwas unaufmerksam und wenn du unaufmerksam bist, bist du anfälliger für solche Fehler,“ kommentierte Long die Tore.
Doch die Eisadler fingen sich schnell wieder, leisteten sich weniger Fehler und erspielten sich erneut Chancen im Minutentakt. Drei dieser Chancen nutzten die Eisadler: Nach fast 30 Minuten traf Kronhardt unten rechts zum 5:2, Alberg erhöhte vier Minuten später nach starkem Kombinationsspiel mit Seto und Chukarov, bevor Brazda zum 7:2-Pausenstand erhöhte.
Im letzten Drittel setzte Dortmund die Black Tigers weiterhin unter Druck und erstickte Konterversuche aufmerksam im Keim. Nun stimmte auch die Chancenverwertung, 5 von 13 Dortmunder Torschüssen landeten im Netz der Tigers: Seto traf nach knapp 50 Minuten, knapp zwei Minuten später erhöhte Chukarov. Drei Minuten vor Schluss verwandelte Busch (14) einen Abpraller zum 10:2. Nun war die Gegenwehr der Moerser vollständig gebrochen und Dortmund legte in der letzten Minute noch zwei weitere Treffer durch Busch und Mannes (25) zum 12:2-Endstand nach. Long zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung im letzten Drittel: „Am Ende schafften wir es, das Moerser System besser zu durchdringen und in der Endzone unseren Job nach Plan durchzuziehen.“ Long hob außerdem die Leistung des Verteidigers Alexander Lauer (12) hervor: „Er entwickelt sich großartig und ist ein great guy. Es ist schön zu sehen, dass sich seine harte Arbeit auf dem Eis auszahlt.“
Die Fans feierten nach Abpfiff die Mannschaft ausgiebig mit einer Humba und widmeten dem glänzend aufgelegten Chukarov eigene Sprechchöre. Und es gab einiges zu feiern: Mit vier Siegen aus vier Spielen stehen die Eisadler weiterhin an der Tabellenspitze der Regionalliga West.
Nächste Woche Freitag (30.Oktober) geht es für die Eisadler zuhause im OsWesNo-Pokal gegen CE Timmendorfer Strand los, am 6. November folgt ein weiteres Heimspiel gegen die Grefrather EG.